Camping bleibt beliebt – doch besonders in Norddeutschland, insbesondere Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, zahlen Camper für Stellplätze aktuell deutlich mehr. Ein Überblick über die Veränderungen – und was das für Dich konkret bedeutet.
Geesthacht an der Elbe: Verdopplung der Preise
Am Elbufer in Geesthacht (Kreis Herzogtum Lauenburg) kostet der Wohnmobil-Stellplatz inklusive Chemie-Entsorgung inzwischen 18 € pro 24 Stunden – im Vorjahr waren es lediglich 7 €. Damit hat sich der Preis mehr als verdoppelt. Die Stadt begründet die Erhöhung mit seit Jahren ausgebliebenen Anpassungen, die nun nach Vorgabe der Ratsversammlung nachgeholt werden wollten.
Camping auf Sylt & Föhr: teils spürbare, teils moderate Erhöhungen
In Westerland (Sylt) liegen die Stellplatzpreise jetzt je nach Größe und Lage bei 18,50 € bis 25 € (zuvor: 14,50 € bis 25 €).
In Rantum variieren sie aktuell zwischen 16 € und 31,50 € (zuvor: 14,50 € bis 31,50 €). Die Anhebung ist unter anderem durch umfassende Sanierungen auf dem Campingplatz begründet.
Auf Föhr (Utersum) wurde der Preis in der Hauptsaison moderat angepasst: statt 27 € sind nun 29 € fällig. Der Betreiber möchte so stetige kleine Anpassungen ermöglichen statt einmalige große Sprünge.
St. Peter-Ording und Kappeln: Stabilität vs. moderate Steigerung
Der Wohnmobilstellplatz Schäfer in St. Peter-Ording bietet den Tarif fest seit mindestens drei bis vier Jahren: 18 € pro Nacht inklusive Strom. Ob das so bleiben kann, ist aufgrund steigender Grundsteuer ungewiss.
In Kappeln (Schlei) wurden die Preise um rund 5 % erhöht – inklusive Ver- und Entsorgung sowie Strom. Für Fahrzeuge bis 7,99 m zahlt man nun 20 €, mit Anhänger 25 €
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Mecklenburg-Vorpommern: Stralsund und Userin im Fokus
In Stralsund (Caravanstellplatz „An der Rügenbrücke“) stiegen die Preise schrittweise: von 19 € auf 20 €, zuletzt auf 22 €. Zusätzlich fällt eine Übernachtungssteuer von 5 % an.
Im Havelberge Camping Resort in Userin (Umland Stralsund) beträgt der Preis in der Hauptsaison jetzt 31,20 € – das sind 1,20 € mehr als im Vorjahr, Strom ist inklusive.
Wismar (Wohnmobilpark Westhafen) und der Insel Rügen Caravanplatz (Bergen) bieten stabile Preise:
- Wismar: 15 € pro Nacht inklusive Entsorgung und Müll – Preis bisher unverändert und wird von einigen Betreibern als „Unding“ fortwährender Erhöhungen kritisiert.
- Bergen: 20 € für Stellplatz plus 5 € Strom – ebenfalls ohne Anpassung.
Was bedeutet das Camper?
1. Regionale Planung zahlt sich aus
Große Preisunterschiede zwischen Orten wie Geesthacht oder Sylt und stabileren Regionen wie Wismar zeigen: Wer gezielt vergleicht, kann sparen.
2. Strategische Erhöhungen statt Preisschock
Viele Betreiber setzen auf kleine, regelmäßige Anpassungen (z. B. Utersum), um Budgetplanung zu erleichtern. Dennoch sollten Preisvergleiche nicht fehlen.
3. Zusatzkosten einkalkulieren
Neben Stellplatzgebühren können Strom, Entsorgung und Übernachtungssteuern (z. B. Stralsund) den Gesamtpreis deutlich erhöhen.
4. Stabilität nutzen
Plätze mit stabilen Preisen (z. B. Wismar oder Insel Rügen) bieten gute Optionen für diejenigen, die Budgettreue schätzen – insbesondere in hochfrequentierten Regionen.
Fazit
Camping bleibt bei vielen beliebt – aber die Kosten ziehen an. Regionale Unterschiede sind deutlich spürbar: Ob moderate Erhöhungen, strukturelle Anpassungen oder stabile Angebote – Clevere Planung und gezielter Vergleich helfen, den Campingurlaub weiterhin erschwinglich zu gestalten.
Quelle: Preis-Explosion bei Wohnmobil–Stellplatz an der Elbe
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